Herzlich willkommen in unserem Forum für jüdische Geschichte und Kultur e.V. in Nürnberg, das wir Ihnen gerne auf den folgenden Seiten näher bringen möchten. Stöbern Sie ruhig ein wenig. Es lohnt sich!

 

Wir verstehen unser Forum mit seinen Veranstaltungen als Plattform der Begegnung und als Angebot an alle Menschen, die sich für die jeweiligen Themen interessieren, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

 

Unsere Veranstaltungen sind öffentlich. Kommen Sie doch einfach vorbei! 


Unsere nächsten Veranstaltungen:

Heute laden wir Sie zu unserer nächsten Veranstaltung ein: Katrin Fenn liest aus der atemberaubenden Autobiographie von Donia Rosen, die als halbes Kind allein im Wald die Verfolgung durch die Nazis überlebte. Diese Veranstaltung, die wir in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg anbieten, wird moderiert und musikalisch begleitet. Lassen Sie sich überraschen!

Und: Nach dem Neustart unserer Stammtische werden wir dieses Gesprächsforum nun wieder im zweimonatlichen Rhythmus anbieten. Die Details finden Sie weiter unten.

Einen Rückblick auf die beiden geführten Rundgänge durch das jüdische Gostenhof haben wir für Sie ebenfalls weiter unten hinterlegt.


Dienstag, den 13.12.2022, 19:00 Uhr
Moderierte Lesung: Mein Freund der Wald von Donia Rosen

Ort: eckstein, E.01, eckstein, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg

Kosten: 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Nürnberg-Pass Inhaber)

Bei dieser Veranstaltung kooperieren wir mit der evangelischen stadtakademie nürnberg.

 

© mabase-Verlag
© mabase-Verlag

Was für ein starkes Mädchen!

 

Donia Rosen beschreibt in Ihrer Autobiographie ihre Flucht im Alter von 11 bis 15 Jahren vor den Deutschen. Sie hat einen unbändigen Lebenswillen. „Ich will doch leben!“ Doch sie findet immer wieder Frauen, die ihr zu essen geben oder die sie verstecken. Besonders eine Frau, Olena, riskiert ihr Leben für sie.

Donia war ein Opfer des antisemitischen Rassenwahns der Nazis geworden. Nachbarn haben sie verfolgt und verraten – nur weil sie Jüdin war. Doch sie schaffte es immer wieder zu fliehen. Im Wald fand sie Unterschlupf. Er gab ihr Geborgenheit. Sie wusste bald sich im Wald zu bewegen und seine Geräusche zu deuten. So wurde er Freund und schützte sie vor den menschlichen Raubtieren, die sie gierig jagten. Das Vorrücken der Roten Armee bedeutete für sie Befreiung und eröffnete ihr den Weg nach Palästina in eine neue Heimat – ohne Verfolgung, ohne Verstecken.

 

 

Die Autorin Donia Rosen, geboren 1930 in der Ukraine, landete schließlich 1948 in Israel, wo sie noch studierte, arbeitete und 2007 starb.

 

Katrin Fenn, liest aus den Lebenserinnerungen von Donia Rosen.

 

Pfr. Martin Backhouse (Beisitzer im Forum) wird moderieren. Die musikalische Begleitung übernimmt Leonid Khenkin, den Sie aus unseren Videoportraits bereits kennen.

 

 

Foto ©Hans Pastyrik


Nächster Stammtisch am 10. Januar 2023

Nach langer pandemiebedingter Unterbrechung können unsere Stammtische endlich wieder regelmäßig stattfinden, einer Gelegenheit für informelle Gespräche mit unserem Vorstand, Mitgliedern und allen interessierten Freunden des Vereins.

Termin: Dienstag 10. Januar um 19:00 Uhr
Treffpunkt: Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nbg

Wir planen diese Treffen zukünfig alle zwei Monate, jeweils Dienstags um 19:00 Uhr im Literaturcaffé.


Hier ist ein Rückblick auf unsere Führungen im Oktober 2022 zum jüdischen Leben in Gostenhof. Unsere Schatzmeisterin Brigitte Wellhöfer berichtet:

Fotografie von Ferdinand Schmidt aus dem Jahr 1905, die Gostenhof vom Spittlertorturm aus zeigt.

Am 22. und 30. Oktober 2022 haben wir als Forum in Kooperation mit „Geschichte für Alle“ eine Führung „Jüdisches Leben in Gostenhof“ angeboten. Frau Dr. Roxanne Narz hat uns durch ein eigentlich uns bekanntes Gostenhof geführt – eigentlich, denn auch die interessierten Menschen – jeweils ca. 30 Personen - haben sehr viel Neues erfahren. Kaum eine*r wusste von dem langen, jüdischen Leben in diesem Stadtteil und wir waren beeindruckt. Es wurde auch sehr bedauert, dass so wenig davon im Stadtteil sichtbar ist bzw. wieder sichtbar gemacht wird.


Besonders eindrücklich wird dies an der ehemaligen „Jüdischen Schule“ in der Oberen Kanalstraße 25.  Sie ist die ehemalige „Jüdische Schule“, in die alle jüdischen Kinder gehen mussten, nachdem sie ab 1942 die öffentlichen Schulen nicht mehr betreten durften. Kein Hinweis an dem Haus befasst sich mit diesem Teil der Nürnberger Geschichte – erinnert wird nur an die „arisierte“ Metallwaren Fabrik Mahr. Das hat große Betroffenheit ausgelöst.

In Gesprächen nach der hervorragenden Führung von Frau Dr. Narz, kamen unter den Teinehmenden entsprechend Forderungen an die Stadt Nürnberg auf, die Erinnerung an diesen Teil der Geschichte wachzuhalten und das Gedenken, besonders an die jüdische Schule, aber auch das jüdische Leben in Gostenhof öffentlich sichtbar zu machen. Wieder einmal zeigt sich, dass ganz praktische Geschichtsvermittlung im öffentlichen Raum jenseits der großen Museen und Gedenkstätten bislang nicht den Platz in der Stadtgesellschaft bekommt, der ihr zustünde. Dabei ist dies weit weniger eine Frage von Aufwand und Kosten als vielmehr von Interesse und Willen.


Es wurde auch diskutiert, ob es nicht möglich wäre, den Rundgang auch als Stadtteilbuch zu veröffentlichen. Erste Kontakte zur Umsetzung wurden bereits geknüpft.

Ein großes Dankeschön an Frau Dr. Narz, ihr Wissen ist beeindruckend und dass ein junge Frau sich so intensiv mit diesem Thema beschäftigt und es wunderbar vermitteln kann, lässt hoffen, dass Rassismus und Antisemitismus mit Fakten am besten bekämpft werden können.

 Foto: © Institut für Regionalgeschichte Geschichte Für Alle e. V.


Unsere im Rahmen des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erstellten Videoportraits mit jüdischen Nürnbergerinnen und Nürnbergern entstanden mit Unterstützung durch die Kulturförderung der Stadt Nürnberg und des Kulturreferats des Bezirks Mittelfranken. Die sechs Videos sind weiterhin auf unserem Youtubebe-Kanal https://www.youtube.com/channe...  abrufbar. Den Kanal können Sie auch gerne kostenlos abonnieren und werden dann jeweils über neue Videos informiert.

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Anschauen der entstandenen Filmbeiträge und werden Sie über weitere Videos und Veranstaltungsplanungen in gewohnter Form rechtzeitig informieren.

 

Sonja Feinbaum hat in ihrem langen Leben in mehreren Ländern viel erlebt und sich dabei ihren Optimismus erhalten.

 

Hier können Sie diese bemerkenswerte Dame kennenlernen:

https://youtu.be/eLSTOWz7guE

 

Seine Familie kam zufällig am Tag der Wiedervereinigung in Deutschland an. Heute lebt der Wissenschafler Dr.-Ing. Anatoli Djanatliev in Nürnberg.

 

Hier stellt er sich vor:

https://youtu.be/Cknv5AqzW54

 

Als Vertreter der älteren Generation lernen Sie hier den Musiker Leonid Khenkin kennen. Seit seiner Ankunft in Deutschland lebt er inzwischen schon seit über 20 Jahren in Nürnberg. Sein Video sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=wWUz-BAt_W4

Ekka Moses ist Informatikerin und lebt seit über 20 Jahren mit Ihrer Familie in Nürnberg. Das Gespräch mit ihr finden Sie auf https://www.youtube.com/watch?...

 

 

Zwei Vertreter der jungen Generation sind Lisa Agarkova und David Moses. Sie sind in Nürnberg aufgewachsen. Neben vielen anderen Aktivitäten engagieren sich die beiden im Jugendzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg. Das Gespräch mit Lisa und David können Sie unter dem folgenden Link sehen: https://www.youtube.com/watch?...

 

 

Auch die Studentin Lena Prytula kennen Sie bereits: https://youtu.be/RWmf3GkiCLg

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Anschauen der entstandenen Filmbeiträge. Damit schließen wir diese kleine Reihe ab und hoffen, Ihnen damit einige Aspekte aktuellen jüdischen Lebens in Nürnberg näher gebracht zu haben.

Über unsere  Veranstaltungsplanungen werden wir Sie weiterhin in gewohnter Form rechtzeitig informieren. 


Newsletter: Bis Februar 2021 haben wir unsere Mitglieder und Freunde regelmäßig per E-Mail über unsere Veranstaltungen informiert. Ab März 2021 informieren wir Sie (über die gleichen Verteiler) mit unserem Newsletter. Über das Kontaktformular können Sie diese Informationen gerne bei uns abonnieren. 

 

Wenn Sie mögen, können Sie hier unsere bisherigen Newsletter im Archiv noch einmal nachlesen:


Briefe an unsere Mitglieder: Solange die Pandemie persönliche Treffen mit unseren Mitgliedern verhinderte, versuchten wir den so wichtigen Kontakt auch brieflich zu halten:

Mitgliederbrief vom 24.03.2022

Mitgliederbrief vom 15.12.2021

Mitgliederbrief vom 09.07.2021

Mitgliederbrief vom 04.12.2020

Mitgliederbrief vom 30.04.2020


 Als kleines Trostpflaster während der Pandemie für unsere Mitglieder und Freunde sind hier ein paar der Zusatzveranstaltungen, die wir per Videokonferenz (Zoom) durchgeführt haben:

  • 11. Mai 2021: Vortrag der Gemeindevorsitzenden Eva Ehrlich über das liberale Judentum und die Münchner Gemeinde Beth Shalom
  • 24. Februar2021: Vortrag des Rabbiners Rabbiner Steven E. Langnas über Sitten, Bräuche und der Sinn des Purim-Festes
  • 26. Januar 2021: Vortrag des Nürnberger Historikers Dr. Alexander Schmidt zum Thema Die Steine der Synagoge – Nürnbergs jüdisches Erbe und die Erinnerungskultur in Nürnberg
  • 14. Oktober 2020: Gespräch mit dem israelisch-iranischen Musikensemble Sistanagila aus Berlin
  • 6. Juli 2020: Interview mit Dr. Ronen Steinke über sein neues Buch “Terror gegen Juden - wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt
  • 17. Juni 2020: Gespräch über "Judentum und Sport"
  • 22. Mai 2020: Vortrag über das jüdische Wochenfest "Schawuot"
  • 12. Mai 2020: Konzert mit der Berliner Gruppe "LeChaim"

Die folgenden Veranstaltungen konnten bisher nicht stattfinden. Wir wollen sie nachholen, sobald dies wieder verantwortbar ist. 

  • Vortrag von Oberstaatsanwältin Martina Heimann über die Bekämpfung antisemitischer Straftaten (ursprünglich geplant für 26. März)

  • Geführte Gruppenreise nach Warschau (ursprünglich geplant für 23. -  27. April)
  • Exkursion nach Regensburg (ursprünglich geplant für 24. Mai)
  • Ausstellung "13 Führerscheine - 13 jüdische Schicksale" (ursprünglich geplant 29. Juni bis 23. Juli)

  • Lesung mit Prof. Sigrid Tschöpe-Scheffler (ursprünglich geplant für 12. November)

Videomitschnitte unserer Veranstaltungen: Hier finden Sie Mitschnitte unserer Veranstaltungen der letzten Zeit, die leider nur online über Zoom stattfinden konnten.

Flyer "Unheilsspuren - zu antijüdischen Darstellungen an Nürnberger Altstadtkirchen": In enger Zusammenarbeit mit Pfr. Dr. Axel Töllner und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Franken ist ein achtseitiger Flyer entstanden, der in gedruckter Form auch in den erwähnten Altstadtkirchen ausgelegt werden soll. Hier finden Sie die elektronische Version des Faltblatts in deutscher oder englischer Sprache. Die gedruckte Version können Sie gerne auch bei uns bekommen oder im Rahmen einer weiteren Führung.

Hinweis: Hier finden Sie unsere bisherigen Flyer mit allen unseren Veranstaltungen.

Hinweis: Mit der Teilnahme an unseren Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Forums für jüdische Geschichte und Kultur e.V. verwendet werden.