Herzlich willkommen in unserem Forum für jüdische Geschichte und Kultur e.V. in Nürnberg, das wir Ihnen gerne auf den folgenden Seiten näher bringen möchten. Stöbern Sie ruhig ein wenig. Es lohnt sich!

 

Wir verstehen unser Forum mit seinen Veranstaltungen als Plattform der Begegnung und als Angebot an alle Menschen, die sich für die jeweiligen Themen interessieren, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

 

Unsere Veranstaltungen sind öffentlich. Kommen Sie doch einfach vorbei! 


Gleich zu Beginn des neuen Jahres war Professorin Dr. Angelika Schober bei uns zu Gast. Ihr Vortrag behandelte die Geschichte und Philosophie der  Edith Stein, die als geborene Jüdin später zum Katholizismus konvertierte, Nonne wurde und 1942 im KZ Ausschwitz ermordet wurde.


Veranstaltungstipp: „Heimat! Das Filmfestival“ im Filmhaus Nürnberg. Jugendprogramm am Samstag, 19.1.2019, 15:00 Uhr über Antisemismus heute (Nürnberg 2018, 3 Min., Regie: Jugendliche der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg): Der Antisemitismus zeigt auch in Deutschland immer häufiger sein hässliches Gesicht. In dem kurzen Clip berichten jüdische Jugendliche über ihre Alltagserfahrungen mit antisemitischen Anfeindungen.

Im Anschluss: Diskussion mit Jugendlichen der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg. Nähere Informationen finden Sie hier. Veranstalter ist der Bezirk (Dr. Andrea Kluxen).


Unsere nächsten Veranstaltungen:

 

Dienstag 5. Februar 2019, 18:30 Uhr: Stammtisch

 

Ort   Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nürnberg

für    unsere Mitglieder und Freunde


Samstag 16. Februar 2019, 20:00 Uhr: Konzert

 

Die Musik der Sepharden

 

Ort       südpunkt, Pillenreuther Straße 147, 90459 Nürnberg

Kosten € 10, für Mitglieder der Veranstalter € 5

 

Veranstaltung in Kooperation mit Ceclam e.V. und Conoris e.V.

 

Die Musik der Sephardim, der spanischen Juden, ist mit deren Vertreibung ab dem Jahre 1492 um das ganze Mittelmeer verbreitet worden. Je nach Region klingt deren Musik mal türkisch beeinflusst, mal von Klangfarben Nordafrikas oder des Balkans inspiriert.

 

Foto: © Thomas Zeuner
Foto: © Thomas Zeuner

Lassen Sie sich bei unserem Konzert mitnehmen zu den markanten Stationen des Lebens (Geburt, Erwachsenwerden, Heirat und Tod). Lieder aus der jüdischen Festtagskultur sind dabei prägend: Tanzlieder, Hochzeitslieder, Legenden, aber auch moderne Dichter erscheinen in diesem Licht. Hilfreiche Kommentare und spannende Erläuterungen ebnen einen direkten Zugang zu den Inhalten der uns fremd-faszinierenden Kultur.

 

Vom Überleben des Ladino, der Sprache der Sephardim, in Lateinamerika zeugen Gedichte des zeitgenössischen argentinischen Dichters Juan Gelman, die in ladino, spanisch und deutsch vorgetragen werden.

 

Jiddische und hebräische Lieder ergänzen das Programm. So entsteht ein farbiger Klang von Sprache und Musik aus jüdischer Tradition.

 

Das Ensemble Wildwuchs schöpft dabei aus einem reichen Instrumentarium: Lauschen Sie den archaischen Klängen des Dudelsackes, dem Surren der Drehleier und den silbrigen Kaskaden der Cister. Die Harfe psalmodiert und die Zymbeln klingen wie im Alten Testament und der Thora beschrieben. Daneben kommen auch vertrautere Instrumente jüdischer Musiktradition zum Einsatz, wie Klarinette, Bassgeige, Gitarre und Mandoline.


 

Dienstag, 19. März 2019, 19:30 Uhr Jahresmitgliederversammlung

 

Ort unser Seminarraum , Heilig-Geist-Haus, 3. OG

 

Eine Einladung zu dieser Veranstaltung sowie die Tagesordnung werden wir rechtzeitig an alle Mitglieder verschicken. Diesmal steht auch eine Neuwahl an. 


 

Donnerstag 28. März 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Jüdischer Humor als Geheimnis des Überlebens

 

Ort        Saal S14 im CPH Nürnberg, Königstraße 64, Nürnberg

Kosten 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Der jüdische Humor gilt ist eine der Erklärungen für die Überlebenskraft des jüdischen Volkes. Wer als drangsalierte Minderheit leben musste, hatte damit ein Ventil, um sich zumindest besser zu fühlen, auch wenn die äußeren Umstände sich dadurch nicht veränderten.

 

Lachen und Humor ziehen sich durch die gesamte jüdische Literatur, angefangen bei der Thora. Schon in der jüdischen Tradition ist der alltägliche Humor fest verankert. Der echte jüdische Witz ist die Aussage eines Volkes, das gelernt hat über sich selbst zu lachen.

 

Mit lustigen Beispielen wird uns Rabbiner Steven E. Langnas zeigen, welche wichtige Rolle Humor im jüdischen Leben spielt.

 

Foto: © Helmut Steinke
Foto: © Helmut Steinke

Rabbiner Steven E. Langnas ist in Philadelphia (USA) geboren. Er absolvierte sein Studium der Geschichte und Theologie an der Yeshiva University (N.Y.), wo er auch zum Rabbiner ausgebildet wurde. Seine Schwerpunkte waren dabei Jüdische Geschichte und Theologie. Bis 2011 war er langjähriger Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und lehrt nun am Lehrstuhl für Religionspädagogik an der LMU. Rabbiner Langnas ist der Gründer des Münchner Lehrhauses der Religionen und Mitglied des Sprecherrates des Rates der Religionen in München. Er ist als Referent in interreligiösen Kontexten in der Stadt München und darüber hinaus tätig.


 

Dienstag 2. April 2019, 18:30 Uhr: Stammtisch

 

Ort Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nürnberg

für  unsere Mitglieder und Freunde


 

Donnerstag 11. April 2019, 19:30 Uhr: Kurzvorträge / Diskussion

 

Jenseitsvorstellungen in den abrahamitischen Religionen

 

Ort       Gemeindesaal der Ev. Ref. Kirche St. Martha, Königstr. 79, Nürnberg

Kosten 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Was nach unserem Tod kommt, ist ein Geheimnis, das niemand genau beantworten kann. Doch diese Fragen lassen die Menschen überall auf der Welt seit Urzeiten nicht los: Was passiert mit mir, wenn ich tot bin? Kann ich dann an einem anderen Ort in einer anderen Gestalt weiterleben oder bin ich einfach ausgelöscht und vergessen? Wer bestimmt das? Bestimmt das jemand? Und wenn, wer?

 

Jede Religion hat eine andere Vorstellung davon, was nach dem Tod mit den Menschen passiert. Was sagen die abrahamitischen Religionen dazu? Gibt es Ähnlichkeiten und wo liegen die Unterschiede?

 

In Fortsetzung unserer Veranstaltungsreihe der Vorjahre sprechen darüber unsere Referenten Pfarrer Dieter Krabbe (Evangelisch-reformierte Gemeinde Nürnberg), Ali-Nihat Koç (Begegnungsstube Medina e.V.) sowie Rabbiner Dr. Elijahu Tarantul (Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg).


 

Donnerstag 16. Mai 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Deutsche Juden in Amerika: Bürgerliches Selbstbewusstsein und Jüdische Identität im Orden B’nai B’rith, 1843-1914

 

Ort       unser Vortragsraum, Heilig-Geist-Haus, 3. OG

Kosten 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Der Vortrag beschäftigt sich mit den „Gründerjahren“ des amerikanischen Judentums, das erst mit dem Einsetzen der deutschsprachigen Emigration aus Mitteleuropa ab 1830 feste organisatorische Strukturen, ein ordiniertes Rabbinat und eine Identität als „Amerikanisches Judentum“ erwarb. Eng mit diesem Prozess verwoben ist die Gründung der ersten säkularen jüdischen Organisation, dem Orden B’nai B’rith (Söhne des Bundes), der auch heute noch als moderne internationale jüdische Organisation aktiv ist. Der Vortrag diskutiert, wie der B’nai B’rith, basierend auf dem progressiven Gedankengut deutscher Einwanderer und den liberalen gesellschaftlichen und religiösen Strukturen der USA, einen gravierenden Beitrag zur Entstehung dieses modernen Judentums leistete und zum Rollenmodell für den „Juden als Bürger“ wurde, das noch heute die amerikanische Judenheit kennzeichnet.

 

Foto: © Cornelia Wilhelm
Foto: © Cornelia Wilhelm

Unsere heutige Referentin, die Historikerin Prof. Dr. Cornelia Wilhelm, lehrt und forscht über Neuere und Neueste Geschichte in der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

 

Ihre Arbeit konzentriert sich auf komparative und transnationale Fragestellungen Jüdischer Geschichte und behandelt Fragen im Kontext von Migration, Minderheiten, Ethnizität und Religion. Nach jahrelangem Studienaufenthalt in Atlanta kehrte sie kürzlich in ihre bayerische Heimat zurück. 


 

Dienstag 4. Juni 2019, 18:30 Uhr: Stammtisch

 

Ort  Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nürnberg

für   unsere Mitglieder und Freunde


 

Donnerstag 27. Juni 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Lebensschicksale jüdischer Künstler/innen in Böhmen und Mähren nach 1945

 

Ort        unser Vortragsraum, Heilig-Geist-Haus, 3. OG

Kosten  5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Titelblatt einer Komposition von Rudolf Kende
Titelblatt einer Komposition von Rudolf Kende

Viele tschechische Künstler/innen, die unter der Okkupation der Nazis und der Internierung in den Konzentrationslagern zu leiden hatten, gingen später ganz unterschiedlich mit ihren Erinnerungen um, auch unter den Rahmenbedingungen, die durch die Diskriminierung während der kommunistischen Diktatur entstanden waren.

Der Vortrag widmet sich beispielhaft ausgewählten jüdischen Künstler/innen und deren Werken, in denen sie das Geschehen versuchen zu verarbeiten. Nicht zuletzt geht es dabei um ihren Platz in unserem kulturellen Gedächtnis.

 

Zeichnung von Helga Hošková-Weissová
Zeichnung von Helga Hošková-Weissová

Unser Mitglied Anke Zimmermann ist Historikerin. Sie forschte viele Jahre über kaum bis wenig bekannte Künstler/innen, um deren Persönlichkeiten und Werke wieder in Erinnerung zu rufen. Geboren in Mecklenburg-Vorpommern, hat sie in Rostock und Berlin studiert, lange Jahre in Tschechien gearbeitet und ist heute in München beschäftigt.

 


 

Dienstag 9. Juli 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Askese und Meditation im Judentum

 

Ort        unser Vortragsraum, Heilig-Geist-Haus, 3. OG

Kosten  5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

© Bild mit freundlicher Genehmigung Birgit Barandica, LEBENSWEGE
© Bild mit freundlicher Genehmigung Birgit Barandica, LEBENSWEGE

Askese und Meditation bringen die meisten von uns eher mit fernöstlichen Religionen in Verbindung, mit den verschiedenen Ausprägungen des Yoga etwa. Welche Bedeutung hatten diese Begriffe im traditionellen Judentum und welchen Bezug haben wir heute dazu?

 

Vieles von dem, was uns unsere Lebensweise im Überfluss heute ermöglicht, bringt uns nicht weiter und schadet uns eher. Welche Lebensweise und welche Selbstbeschränkung fordert in diesem Licht das Judentum in seinen verschiedenen Ausprägungen, von ultraorthodox bis liberal? Der Vortrag erkundet dabei nicht nur die schriftlichen Quellen, sondern betrachtet auch die Ergebnisse der aktuellen Hirnforschung.

 

© Bild Tom Kučera
© Bild Tom Kučera

Rabbiner Dr. Tom Kučera erhielt seine Smicha am Abraham Geiger Kolleg in Berlin. Die Ordination fand im September 2006 in der Dresdener Synagoge als die erste in Deutschland seit der Schoah statt. Er studierte an der egalitären Jeschiwa Pardes in Jerusalem und später an der Universität Potsdam, wo er mit dem Magistergrad die jüdischen Studien abschloss.

 

Der promovierte Biochemiker stammt aus dem mährischen in Zlin in der Tschechischen Republik. Seit Oktober 2006 amtiert er als Gemeinderabbiner der Liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München.


Unsere Programmvorschau

 

Hier sind einige der geplanten Veranstaltungen der

nächsten Monate:

  • Leben und Lyrik der Else Dormitzer
  • Konzert der "Asamblea Mediterranea"

Hinweis: Mit der Teilnahme an unseren Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Forums für jüdische Geschichte und Kultur e.V. verwendet werden.


Regelmäßiger Stammtisch

  • In den geradzahligen Monaten (Feb, Apr, Jun, Aug,…)
  • Immer am ersten Dienstag um 18:30 Uhr
  • Treffpunkt im Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nbg
  • Eingeladen sind unsere Mitglieder und Freunde.