Herzlich willkommen in unserem Forum für jüdische Geschichte und Kultur e.V. in Nürnberg, das wir Ihnen gerne auf den folgenden Seiten näher bringen möchten. Stöbern Sie ruhig ein wenig. Es lohnt sich!

 

Wir verstehen unser Forum mit seinen Veranstaltungen als Plattform der Begegnung und als Angebot an alle Menschen, die sich für die jeweiligen Themen interessieren, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

 

Unsere Veranstaltungen sind öffentlich. Kommen Sie doch einfach vorbei! 


Bei unserer zweiten Veranstaltung 2019, zusammen mit Ceclam e.V. und Conoris e.V.  präsentierte das Ensemble Wildwuchs uns die Musik der Sepharden, kunstvoll und unterhaltsam. Zusätzlich hörten wir einige Gedichte von Juan Gelman, jeweils auf Ladino, Deutsch und Spanisch. Hier sehen Sie einige Bilder von dieser sehr gut besuchten Veranstaltung (alle Fotos © Helmut Steinke).


Unsere nächsten Veranstaltungen:

 

Dienstag, 19. März 2019, 19:30 Uhr Jahresmitgliederversammlung

 

Ort unser Seminarraum , Heilig-Geist-Haus, 3. OG

 

Eine Einladung zu dieser Veranstaltung sowie die Tagesordnung wurden rechtzeitig an alle Mitglieder verschickt. Diesmal stehen auch Nachwahlen für zwei ausscheidenden Vorstandsmitglieder an.


 

Donnerstag 28. März 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Jüdischer Humor als Geheimnis des Überlebens

 

Ort        Saal S14 im CPH Nürnberg, Königstraße 64, Nürnberg

Kosten 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Der jüdische Humor gilt ist eine der Erklärungen für die Überlebenskraft des jüdischen Volkes. Wer als drangsalierte Minderheit leben musste, hatte damit ein Ventil, um sich zumindest besser zu fühlen, auch wenn die äußeren Umstände sich dadurch nicht veränderten.

 

Lachen und Humor ziehen sich durch die gesamte jüdische Literatur, angefangen bei der Thora. Schon in der jüdischen Tradition ist der alltägliche Humor fest verankert. Der echte jüdische Witz ist die Aussage eines Volkes, das gelernt hat über sich selbst zu lachen.

 

Mit lustigen Beispielen wird uns Rabbiner Steven E. Langnas zeigen, welche wichtige Rolle Humor im jüdischen Leben spielt.

 

Foto: © Helmut Steinke
Foto: © Helmut Steinke

Rabbiner Steven E. Langnas ist in Philadelphia (USA) geboren. Er absolvierte sein Studium der Geschichte und Theologie an der Yeshiva University (N.Y.), wo er auch zum Rabbiner ausgebildet wurde. Seine Schwerpunkte waren dabei Jüdische Geschichte und Theologie. Bis 2011 war er langjähriger Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und lehrt nun am Lehrstuhl für Religionspädagogik an der LMU. Rabbiner Langnas ist der Gründer des Münchner Lehrhauses der Religionen und Mitglied des Sprecherrates des Rates der Religionen in München. Er ist als Referent in interreligiösen Kontexten in der Stadt München und darüber hinaus tätig.


 

Dienstag 2. April 2019, 18:30 Uhr: Stammtisch

 

Ort Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nürnberg

für  unsere Mitglieder und Freunde


 

Donnerstag 11. April 2019, 19:30 Uhr: Kurzvorträge / Diskussion

 

Jenseitsvorstellungen in den abrahamitischen Religionen

 

Ort       Gemeindesaal der Ev. Ref. Kirche St. Martha, Königstr. 79, Nürnberg

Kosten 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Was nach unserem Tod kommt, ist ein Geheimnis, das niemand genau beantworten kann. Doch diese Fragen lassen die Menschen überall auf der Welt seit Urzeiten nicht los: Was passiert mit mir, wenn ich tot bin? Kann ich dann an einem anderen Ort in einer anderen Gestalt weiterleben oder bin ich einfach ausgelöscht und vergessen? Wer bestimmt das? Bestimmt das jemand? Und wenn, wer?

 

Jede Religion hat eine andere Vorstellung davon, was nach dem Tod mit den Menschen passiert. Was sagen die abrahamitischen Religionen dazu? Gibt es Ähnlichkeiten und wo liegen die Unterschiede?

 

In Fortsetzung unserer Veranstaltungsreihe der Vorjahre sprechen darüber unsere Referenten Pfarrer Dieter Krabbe (Evangelisch-reformierte Gemeinde Nürnberg), Ali-Nihat Koç (Begegnungsstube Medina e.V.) sowie Rabbiner Dr. Elijahu Tarantul (Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg).


 

Donnerstag 16. Mai 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Deutsche Juden in Amerika: Bürgerliches Selbstbewusstsein und Jüdische Identität im Orden B’nai B’rith, 1843-1914

 

Ort       unser Vortragsraum, Heilig-Geist-Haus, 3. OG

Kosten 5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Der Vortrag beschäftigt sich mit den „Gründerjahren“ des amerikanischen Judentums, das erst mit dem Einsetzen der deutschsprachigen Emigration aus Mitteleuropa ab 1830 feste organisatorische Strukturen, ein ordiniertes Rabbinat und eine Identität als „Amerikanisches Judentum“ erwarb. Eng mit diesem Prozess verwoben ist die Gründung der ersten säkularen jüdischen Organisation, dem Orden B’nai B’rith (Söhne des Bundes), der auch heute noch als moderne internationale jüdische Organisation aktiv ist. Der Vortrag diskutiert, wie der B’nai B’rith, basierend auf dem progressiven Gedankengut deutscher Einwanderer und den liberalen gesellschaftlichen und religiösen Strukturen der USA, einen gravierenden Beitrag zur Entstehung dieses modernen Judentums leistete und zum Rollenmodell für den „Juden als Bürger“ wurde, das noch heute die amerikanische Judenheit kennzeichnet.

 

Foto: © Cornelia Wilhelm
Foto: © Cornelia Wilhelm

Unsere heutige Referentin, die Historikerin Prof. Dr. Cornelia Wilhelm, lehrt und forscht über Neuere und Neueste Geschichte in der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

 

Ihre Arbeit konzentriert sich auf komparative und transnationale Fragestellungen Jüdischer Geschichte und behandelt Fragen im Kontext von Migration, Minderheiten, Ethnizität und Religion. Nach jahrelangem Studienaufenthalt in Atlanta kehrte sie kürzlich in ihre bayerische Heimat zurück. 


 

Dienstag 4. Juni 2019, 18:30 Uhr: Stammtisch

 

Ort  Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nürnberg

für   unsere Mitglieder und Freunde


 

Donnerstag 27. Juni 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Lebensschicksale jüdischer Künstler/innen in Böhmen und Mähren nach 1945

 

Ort        unser Vortragsraum, Heilig-Geist-Haus, 3. OG

Kosten  5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

 

Titelblatt einer Komposition von Rudolf Kende
Titelblatt einer Komposition von Rudolf Kende

Viele tschechische Künstler/innen, die unter der Okkupation der Nazis und der Internierung in den Konzentrationslagern zu leiden hatten, gingen später ganz unterschiedlich mit ihren Erinnerungen um, auch unter den Rahmenbedingungen, die durch die Diskriminierung während der kommunistischen Diktatur entstanden waren.

Der Vortrag widmet sich beispielhaft ausgewählten jüdischen Künstler/innen und deren Werken, in denen sie das Geschehen versuchen zu verarbeiten. Nicht zuletzt geht es dabei um ihren Platz in unserem kulturellen Gedächtnis.

 

Zeichnung von Helga Hošková-Weissová
Zeichnung von Helga Hošková-Weissová

Unser Mitglied Anke Zimmermann ist Historikerin. Sie forschte viele Jahre über kaum bis wenig bekannte Künstler/innen, um deren Persönlichkeiten und Werke wieder in Erinnerung zu rufen. Geboren in Mecklenburg-Vorpommern, hat sie in Rostock und Berlin studiert, lange Jahre in Tschechien gearbeitet und ist heute in München beschäftigt.

 


 

Dienstag 9. Juli 2019, 19:30 Uhr: Vortrag / Diskussion

 

Askese und Meditation im Judentum

 

Ort        unser Vortragsraum, Heilig-Geist-Haus, 3. OG

Kosten  5 € (frei für Mitglieder, Schüler, Studenten und Arbeitslose)

© Bild mit freundlicher Genehmigung Birgit Barandica, LEBENSWEGE
© Bild mit freundlicher Genehmigung Birgit Barandica, LEBENSWEGE

Askese und Meditation bringen die meisten von uns eher mit fernöstlichen Religionen in Verbindung, mit den verschiedenen Ausprägungen des Yoga etwa. Welche Bedeutung hatten diese Begriffe im traditionellen Judentum und welchen Bezug haben wir heute dazu?

 

Vieles von dem, was uns unsere Lebensweise im Überfluss heute ermöglicht, bringt uns nicht weiter und schadet uns eher. Welche Lebensweise und welche Selbstbeschränkung fordert in diesem Licht das Judentum in seinen verschiedenen Ausprägungen, von ultraorthodox bis liberal? Der Vortrag erkundet dabei nicht nur die schriftlichen Quellen, sondern betrachtet auch die Ergebnisse der aktuellen Hirnforschung.

 

© Bild Tom Kučera
© Bild Tom Kučera

Rabbiner Dr. Tom Kučera erhielt seine Smicha am Abraham Geiger Kolleg in Berlin. Die Ordination fand im September 2006 in der Dresdener Synagoge als die erste in Deutschland seit der Schoah statt. Er studierte an der egalitären Jeschiwa Pardes in Jerusalem und später an der Universität Potsdam, wo er mit dem Magistergrad die jüdischen Studien abschloss.

 

Der promovierte Biochemiker stammt aus dem mährischen in Zlin in der Tschechischen Republik. Seit Oktober 2006 amtiert er als Gemeinderabbiner der Liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München.


Unsere Programmvorschau

 

Hier sind einige der geplanten Veranstaltungen der

nächsten Monate:

  • Leben und Lyrik der Else Dormitzer
  • Konzert der "Asamblea Mediterranea"

Hinweis: Mit der Teilnahme an unseren Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Forums für jüdische Geschichte und Kultur e.V. verwendet werden.


Regelmäßiger Stammtisch

  • In den geradzahligen Monaten (Feb, Apr, Jun, Aug,…)
  • Immer am ersten Dienstag um 18:30 Uhr
  • Treffpunkt im Restaurant Literaturhaus, Luitpoldstr. 6, Nbg
  • Eingeladen sind unsere Mitglieder und Freunde.